Zum Inhalt springen
Zurück zum Journal
Mikronährstoff-Therapie11 Min.

Mikronährstoffe: welche Werte sich zu messen lohnen, bevor du etwas einnimmst

Vier Tests mit klarer Konsequenz, drei Tests, die in die Irre führen, und die Präparate, bei denen mehr messbar schadet. Eine Einordnung der Studienlage für die Praxis.

Jan Okoye-Weeg

Von

Jan Okoye-Weeg

Arzt · Sportwissenschaftler · Biologe

Symbolbild: Kapseln, Nahrungsergänzungsmittel und eine Pipette auf einer hellen Oberfläche

Ein typischer Ersttermin bringt sieben bis zwölf Präparate mit. Vitamin D in hoher Dosis, Magnesium gegen Krämpfe, ein B-Komplex, Omega-3, manchmal Selen für die Schilddrüse und ein Multivitamin als Grundabsicherung. Die Frage dahinter ist fast immer dieselbe: Ich wollte etwas tun.

Mikronährstoff-Therapie ist einer unserer Behandlungsbereiche, und genau deshalb lohnt sich hier Präzision. Ein gemessener Mangel mit einer gezielten Korrektur ist gut belegte Medizin. Eine Handvoll Kapseln ohne Befund ist häufig wirkungslos und in einigen Fällen nachweislich schädlich.

Dieser Beitrag ordnet ein, welche vier Messungen eine klare Konsequenz haben, welche drei verbreiteten Tests in die Irre führen und wo die Studienlage gegen die Einnahme spricht.

Zuerst: Zufuhr und Status sind zwei verschiedene Dinge

Die am häufigsten zitierte deutsche Zahl im Supplement-Marketing lautet, dass 82 Prozent der Männer und 91 Prozent der Frauen die Referenzzufuhr für Vitamin D unterschreiten. Diese Zahl stammt aus der Nationalen Verzehrsstudie II (Max Rubner-Institut, 2008) und beschreibt die Zufuhr über die Nahrung.

Für Vitamin D ist das wenig aussagekräftig, weil der überwiegende Teil in der Haut unter Sonneneinstrahlung entsteht. Die relevante Größe ist der Status im Blut, und den hat das Robert Koch-Institut in DEGS1 an 6.995 Erwachsenen gemessen (Rabenberg et al., BMC Public Health, 2015): Der Mittelwert lag bei 45,6 nmol/l, 30,2 Prozent lagen unter 30 nmol/l, 61,6 Prozent unter 50 nmol/l, mit deutlicher Saisonabhängigkeit.

30 Prozent ist eine relevante Zahl. 91 Prozent beschreibt etwas anderes. Wenn dir eine dieser Prozentangaben begegnet, lohnt sich die Frage, ob gerade Zufuhr oder Blutspiegel gemeint ist.

Kurz gesagt

  • Zufuhrdaten aus Ernährungserhebungen sagen wenig über deinen Blutspiegel aus.
  • Für Vitamin D liegt der gemessene Anteil unter 30 nmol/l in Deutschland bei rund 30 Prozent.
  • Für Eisen- und B12-Status in Deutschland gibt es keine vergleichbaren nationalen Statusdaten.

Vier Messungen mit klarer Konsequenz

1. Ferritin, gemeinsam mit einem Entzündungsmarker

Die WHO-Leitlinie von 2020 legt die Schwellen fest: Eisenmangel bei ansonsten gesunden Erwachsenen ab einem Ferritin unter 15 µg/l. Bei gleichzeitiger Infektion oder Entzündung kann ein Wert unter 70 µg/l auf einen Eisenmangel hinweisen, weil Ferritin bei Entzündungsprozessen ansteigt und einen niedrigen Speicher verdecken kann.

Diese Unterscheidung wird in der Praxis regelmäßig zusammengeschoben. Ein Ferritin von 60 µg/l bei einer entzündungsfreien Person ist ein normaler Wert. Die Entzündungs-Schwelle auf gesunde Menschen anzuwenden, erzeugt Mängel, die keine sind. Deshalb gehört CRP zur Ferritinbestimmung dazu.

Für Müdigkeit bei Frauen ohne Anämie gibt es zwei randomisierte Studien. Verdon und Kollegen (BMJ, 2003) fanden bei 144 Frauen unter 80 mg Eisen täglich einen Rückgang der Erschöpfung um 29 Prozent gegenüber 13 Prozent unter Placebo, mit dem entscheidenden Zusatz, dass nur Frauen mit einem Ferritin bis 50 µg/l profitierten. Vaucher und Kollegen (CMAJ, 2012) bestätigten das an 198 Frauen: 47,7 gegenüber 28,8 Prozent Rückgang, ohne Effekt auf Lebensqualität, Depression oder Angst. Eine systematische Übersicht über 18 Studien (Houston et al., BMJ Open, 2018) gibt für Müdigkeit eine standardisierte Mittelwertdifferenz von −0,38 an, ohne Verbesserung der objektiven körperlichen Leistungsfähigkeit.

Zur Abwägung gehört die Nebenwirkungsseite: Eisensulfat verursacht gastrointestinale Beschwerden mit einer Odds Ratio von 2,32 gegenüber Placebo, unabhängig von der Dosis (Tolkien et al., PLoS One, 2015). Und für intravenöses Eisen bei nicht-anämischem Eisenmangel kommt ein Cochrane-Review (Miles et al., 2019) zu dem Schluss, dass die Evidenz für einen Nutzen unzureichend ist.

2. Vitamin B12 bei definierten Risikogruppen

Hier liegt die sauberste Evidenz für eine gezielte Messung. Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie über 4,3 Jahre an 390 Menschen mit Typ-2-Diabetes (de Jager et al., BMJ, 2010) zeigte unter Metformin einen mittleren B12-Abfall von 19 Prozent und ein um 7,2 Prozentpunkte erhöhtes absolutes Risiko für einen Mangel. Das ist ein randomisierter, kausaler Befund.

Weitere Gruppen mit belegtem Risiko: Menschen unter Protonenpumpenhemmern (Lam et al., JAMA, 2013: Odds Ratio 1,65 bei Einnahme über zwei Jahre), Veganerinnen und Veganer (Pawlak et al., Nutrition Reviews, 2013: hohe Mangelprävalenz über alle Altersgruppen), sowie ältere Menschen, bei denen eine atrophische Gastritis bei 8 bis 9 Prozent der über 65-Jährigen vorliegt.

Zur Messgüte: Die Leitlinie des British Committee for Standards in Haematology (Devalia et al., British Journal of Haematology, 2014) hält fest, dass dem Serum-B12 „die Spezifität und Sensitivität fehlt, die von einem belastbaren diagnostischen Test verlangt wird". Bei grenzwertigen Werten und klinischem Verdacht sind Methylmalonsäure oder Holo-Transcobalamin die nächsten Schritte.

3. Vitamin D in definierten Situationen

Die aktuelle Leitlinie der Endocrine Society (Demay et al., Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 2024) spricht sich gegen eine routinemäßige 25-OH-D-Bestimmung in allen betrachteten Bevölkerungsgruppen aus. Der IGeL-Monitor bewertet die Früherkennungsuntersuchung auf Vitamin-D-Mangel als Selbstzahlerleistung mit „unklar", da keine Studien zum Nutzen eines Screenings bei Beschwerdefreien vorliegen.

Der Grund liegt in den Endpunktstudien. VITAL mit 25.871 Teilnehmenden unter 2.000 IE täglich über median 5,3 Jahre fand keinen Effekt auf Krebs (HR 0,96) oder kardiovaskuläre Ereignisse (HR 0,97) (Manson et al., NEJM, 2019) und keinen Effekt auf Frakturen (HR 0,98) (LeBoff et al., NEJM, 2022). Die D-Health-Studie an 21.315 Australierinnen und Australiern über 60 fand keinen Effekt auf die Gesamtsterblichkeit (HR 1,04) (Neale et al., Lancet Diabetes & Endocrinology, 2022).

Eine Messung bleibt sinnvoll bei Osteoporose, Malabsorption, chronischer Nierenerkrankung, Einnahme bestimmter Antiepileptika, bei sehr geringer Sonnenexposition und vor dem Beginn einer höher dosierten Substitution. Für die Basisversorgung nennt das Bundesinstitut für Risikobewertung 20 µg (800 IE) täglich als ausreichend für 97,5 Prozent der Bevölkerung und hält Präparate mit 50 oder 100 µg für ernährungswissenschaftlich nicht erforderlich.

Zur Dosis noch ein Befund, der überrascht: In einer randomisierten Studie an 311 Erwachsenen über drei Jahre (Burt et al., JAMA, 2019) nahm die Knochendichte am Radius dosisabhängig ab, um 1,2 Prozent unter 400 IE, 2,4 Prozent unter 4.000 IE und 3,5 Prozent unter 10.000 IE täglich.

4. Folat vor und in der Frühschwangerschaft

DEGS1-Daten zeigen bei 12 Prozent der Frauen und 16 Prozent der Männer ein Serumfolat unter 4,4 ng/ml (Mensink et al., Journal of Health Monitoring, 2016). Für die Senkung des Neuralrohrdefektrisikos gilt ein deutlich höherer Erythrozyten-Folat-Schwellenwert, den in Deutschland die große Mehrheit der Frauen nicht erreicht. Das ist der eine Kontext, in dem eine generelle Empfehlung zur Supplementierung auf solider Grundlage steht.

Drei Tests, die in die Irre führen

Serum-Magnesium, und auch das intrazelluläre Magnesium

Das Office of Dietary Supplements der National Institutes of Health formuliert es eindeutig: Weniger als ein Prozent des gesamten Körpermagnesiums befindet sich im Serum, und Serumspiegel bilden weder den Gesamtkörperbestand noch die Konzentration in einzelnen Geweben zuverlässig ab.

Häufig folgt daraus das Angebot eines Vollblut- oder intrazellulären Magnesiumtests. Dieselbe Quelle hält fest, dass für die Alternativen, also Erythrozyten-, Speichel-, Urin- und ionisiertes Magnesium sowie den Magnesium-Belastungstest, keine Methode als zufriedenstellend gilt. Die Kritik am Serumwert ist berechtigt, und sie qualifiziert die angebotene Alternative nicht automatisch.

Zum häufigsten Anwendungsfall: Ein Cochrane-Review von 2020 (Garrison et al.) kommt für Muskelkrämpfe bei älteren Erwachsenen zu dem Schluss, dass Magnesium „wahrscheinlich Häufigkeit und Schwere von Krämpfen nicht reduziert", bei gastrointestinalen Nebenwirkungen in 11 bis 37 Prozent gegenüber 10 bis 14 Prozent unter Placebo.

Haarmineralanalyse

Eine Untersuchung in JAMA (Seidel et al., 2001) schickte Proben desselben Haars an mehrere kommerzielle Labore. Die Ergebnisse unterschieden sich bei zwölf Mineralien um mehr als das Zehnfache, und die Referenzbereiche variierten so stark, dass sich die Einstufungen bei nahezu allen Mineralien widersprachen. Die Autoren empfehlen ausdrücklich, solche Analysen zur Beurteilung des individuellen Ernährungsstatus zu unterlassen.

MTHFR-Genotypisierung

Die Praxisleitlinie des American College of Medical Genetics and Genomics (Hickey et al., Genetics in Medicine, 2013) stellt fest, dass die MTHFR-Polymorphismus-Testung „minimalen klinischen Nutzen" hat. Eine Genvariante rechtfertigt für sich genommen keine besondere Folatform und keine besondere Dosierung.

Wo die Studienlage gegen die Einnahme spricht

Präparat Befundlage
Beta-Carotin ATBC (NEJM, 1994) an 29.133 Rauchern: 18 Prozent mehr Lungenkrebs, 8 Prozent höhere Gesamtsterblichkeit. CARET (NEJM, 1996) bestätigte das mit RR 1,28 und wurde vorzeitig gestoppt.
Vitamin E hochdosiert SELECT (JAMA, 2011) an 34.887 Männern: 17 Prozent mehr Prostatakarzinome unter 400 IE täglich.
Antioxidantien allgemein Cochrane-Review über 78 Studien mit 296.707 Teilnehmenden (Bjelakovic et al., 2012): Beta-Carotin RR 1,05 und Vitamin E RR 1,03 für die Gesamtsterblichkeit.
Selen SELECT: keine Krebsreduktion. Stranges et al. (Annals of Internal Medicine, 2007): HR 1,55 für neu auftretenden Typ-2-Diabetes unter 200 µg täglich. EFSA-Obergrenze 255 µg/Tag.
Omega-3 als Nahrungsergänzung VITAL (NEJM, 2019): kein Effekt auf kardiovaskuläre Ereignisse (HR 0,92) unter 1 g täglich. STRENGTH (JAMA, 2020) wurde bei 4 g täglich wegen Aussichtslosigkeit abgebrochen. Eine Metaanalyse über 81.210 Teilnehmende (Gencer et al., Circulation, 2021) fand für Vorhofflimmern HR 1,25, oberhalb von 1 g täglich HR 1,49.
Multivitamine 390.124 Erwachsene über bis zu 27 Jahre (Loftfield et al., JAMA Network Open, 2024): kein Überlebensvorteil. Die USPSTF (JAMA, 2022) gibt für Beta-Carotin und Vitamin E ein Grade D und für Multivitamine ein I-Statement.

Eine Abgrenzung gehört zu Omega-3. REDUCE-IT (NEJM, 2019) zeigte für verschreibungspflichtiges Icosapent-Ethyl in einer eng definierten Hochrisikogruppe unter Statintherapie eine Reduktion des primären Endpunkts um 25 Prozent, bei gleichzeitig erhöhter Rate an Krankenhausaufnahmen wegen Vorhofflimmerns (3,1 gegenüber 2,1 Prozent). Das ist ein Arzneimittel in einer definierten Indikation.

Obergrenzen, die in der Praxis eine Rolle spielen

  • Vitamin B6: Die EFSA hat die tolerierbare Obergrenze 2023 auf 12 mg täglich gesenkt. Der Zusammenhang zwischen überhöhter B6-Zufuhr und peripherer Neuropathie gilt als gut belegt. Zahlreiche B-Komplex-Präparate auf dem deutschen Markt liegen deutlich darüber.
  • Selen: EFSA-Obergrenze 255 µg täglich, mit Haarausfall als frühem Zeichen. Produkte für die Schilddrüse liefern häufig 200 µg, was wenig Spielraum über die Nahrungszufuhr hinaus lässt.
  • Vitamin D: EFSA-Obergrenze 100 µg (4.000 IE) täglich für Erwachsene. Chronisch überhöhte Zufuhr kann zu Nierensteinen, Nierenverkalkung und einer Abnahme der Nierenfunktion führen (BfR, 2020).
  • Magnesium: 350 mg täglich aus Präparaten, mit steigendem Risiko bei eingeschränkter Nierenfunktion.
  • Eisen: Ferritinwerte über 150 µg/l bei menstruierenden Frauen und über 200 µg/l bei Männern gelten laut WHO als Hinweis auf ein Überladungsrisiko.

Wie wir vorgehen

  1. Anamnese zuerst. Ernährungsform, Medikation (besonders Metformin, Protonenpumpenhemmer, Antiepileptika), Menstruationsstärke, Sonnenexposition, Vorerkrankungen und die vollständige Liste der bereits eingenommenen Präparate.
  2. Gezielt messen. Blutbild, Ferritin mit CRP, B12 mit Folgetest bei Grenzwerten, Vitamin D bei vorliegender Indikation. Jeder Wert bekommt vorab eine Antwort auf die Frage, was sich bei welchem Ergebnis ändert.
  3. Dosieren mit Ziel und Endpunkt. Eine Korrektur bekommt eine Dosis, einen Zielkorridor und einen Termin zur Kontrolle. Nach Erreichen des Ziels wird die Dosis angepasst oder beendet.
  4. Bestehende Präparate durchgehen. Bei den meisten Ersttermins lässt sich die Liste deutlich kürzen, häufig zugunsten von ein bis zwei Präparaten mit Befund dahinter.
  5. Essen bleibt Teil des Plans. Für den größten Teil der Mikronährstoffversorgung ist die Ernährung der wirksamere Hebel, und dieser Teil des Gesprächs gehört mit in die 60 Minuten.

Fazit

Gezielte Mikronährstoff-Therapie ist wirksam, wenn ein gemessener Mangel dahintersteht und die Korrektur kontrolliert wird. Eisenmangel bei Erschöpfung, B12-Mangel unter Metformin oder bei veganer Ernährung, Folat vor der Schwangerschaft: Das sind Situationen mit belastbarer Evidenz.

Die breite prophylaktische Einnahme hat in großen randomisierten Studien keinen Nutzen gezeigt, und bei Beta-Carotin, hochdosiertem Vitamin E, Selen und hochdosiertem Omega-3 liegen Signale für Schaden vor.

Wenn du derzeit mehrere Präparate einnimmst, bring die Packungen und deine letzten Laborbefunde zum Ersttermin mit. Wir gehen beides durch und legen fest, was bleibt, was wegfällt und welche Messung in deiner Situation eine echte Konsequenz hat.

Quellen

  1. Max Rubner-Institut. Nationale Verzehrsstudie II, Ergebnisbericht Teil 2. Karlsruhe, 2008.
  2. Rabenberg M, Scheidt-Nave C, Busch MA, et al. Vitamin D status among adults in Germany – results from DEGS1. BMC Public Health. 2015;15:641. doi:10.1186/s12889-015-2016-7
  3. Mensink GBM, Weißenborn A, Richter A. Folatversorgung in Deutschland. Journal of Health Monitoring. 2016;1(2):24–28. doi:10.17886/RKI-GBE-2016-040.2
  4. World Health Organization. WHO guideline on use of ferritin concentrations to assess iron status in individuals and populations. Genf, 2020. ISBN 978-92-4-000012-4
  5. Verdon F, Burnand B, Fallab Stubi C-L, et al. Iron supplementation for unexplained fatigue in non-anaemic women. BMJ. 2003;326(7399):1124. doi:10.1136/bmj.326.7399.1124
  6. Vaucher P, Druais P-L, Waldvogel S, Favrat B. Effect of iron supplementation on fatigue in nonanemic menstruating women with low ferritin. CMAJ. 2012;184(11):1247–1254. doi:10.1503/cmaj.110950
  7. Houston BL, Hurrie D, Graham J, et al. Efficacy of iron supplementation on fatigue and physical capacity in non-anaemic iron-deficient adults. BMJ Open. 2018;8(4):e019240. doi:10.1136/bmjopen-2017-019240
  8. Miles LF, Litton E, Imberger G, Story D. Intravenous iron therapy for non-anaemic, iron-deficient adults. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2019;12:CD013084. doi:10.1002/14651858.CD013084.pub2
  9. Tolkien Z, Stecher L, Mander AP, et al. Ferrous sulfate supplementation causes significant gastrointestinal side-effects in adults. PLoS One. 2015;10(2):e0117383. doi:10.1371/journal.pone.0117383
  10. de Jager J, Kooy A, Lehert P, et al. Long term treatment with metformin in patients with type 2 diabetes and risk of vitamin B-12 deficiency. BMJ. 2010;340:c2181. doi:10.1136/bmj.c2181
  11. Lam JR, Schneider JL, Zhao W, Corley DA. Proton pump inhibitor and histamine 2 receptor antagonist use and vitamin B12 deficiency. JAMA. 2013;310(22):2435–2442. doi:10.1001/jama.2013.280490
  12. Pawlak R, Parrott SJ, Raj S, et al. How prevalent is vitamin B12 deficiency among vegetarians? Nutrition Reviews. 2013;71(2):110–117. doi:10.1111/nure.12001
  13. Devalia V, Hamilton MS, Molloy AM. Guidelines for the diagnosis and treatment of cobalamin and folate disorders. British Journal of Haematology. 2014;166(4):496–513. doi:10.1111/bjh.12959
  14. Demay MB, Pittas AG, Bikle DD, et al. Vitamin D for the prevention of disease: an Endocrine Society clinical practice guideline. Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. 2024;109(8):1907–1947. doi:10.1210/clinem/dgae290
  15. Manson JE, Cook NR, Lee I-M, et al. Vitamin D supplements and prevention of cancer and cardiovascular disease. New England Journal of Medicine. 2019;380(1):33–44. doi:10.1056/NEJMoa1809944
  16. LeBoff MS, Chou SH, Ratliff KA, et al. Supplemental vitamin D and incident fractures in midlife and older adults. New England Journal of Medicine. 2022;387(4):299–309. doi:10.1056/NEJMoa2202106
  17. Neale RE, Baxter C, Duarte Romero B, et al. The D-Health Trial: a randomised controlled trial of the effect of vitamin D on mortality. Lancet Diabetes & Endocrinology. 2022;10(2):120–128. doi:10.1016/S2213-8587(21)00345-4
  18. Burt LA, Billington EO, Rose MS, et al. Effect of high-dose vitamin D supplementation on volumetric bone density and bone strength. JAMA. 2019;322(8):736–745. doi:10.1001/jama.2019.11889
  19. Bundesinstitut für Risikobewertung. Vitamin D: Einnahme hochdosierter Nahrungsergänzungsmittel unnötig. Stellungnahme Nr. 035/2020, 31.07.2020.
  20. IGeL-Monitor (Medizinischer Dienst Bund). Früherkennungsuntersuchung auf Vitamin-D-Mangel. Bewertung „unklar", 09.11.2022.
  21. National Institutes of Health, Office of Dietary Supplements. Magnesium – Fact Sheet for Health Professionals.
  22. Garrison SR, Korownyk CS, Kolber MR, et al. Magnesium for skeletal muscle cramps. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2020;9:CD009402. doi:10.1002/14651858.CD009402.pub3
  23. Seidel S, Kreutzer R, Smith D, et al. Assessment of commercial laboratories performing hair mineral analysis. JAMA. 2001;285(1):67–72. doi:10.1001/jama.285.1.67
  24. Hickey SE, Curry CJ, Toriello HV. ACMG practice guideline: lack of evidence for MTHFR polymorphism testing. Genetics in Medicine. 2013;15(2):153–156. doi:10.1038/gim.2012.165
  25. The Alpha-Tocopherol, Beta Carotene Cancer Prevention Study Group. The effect of vitamin E and beta carotene on the incidence of lung cancer and other cancers in male smokers. New England Journal of Medicine. 1994;330(15):1029–1035. doi:10.1056/NEJM199404143301501
  26. Omenn GS, Goodman GE, Thornquist MD, et al. Effects of a combination of beta carotene and vitamin A on lung cancer and cardiovascular disease. New England Journal of Medicine. 1996;334(18):1150–1155. doi:10.1056/NEJM199605023341802
  27. Bjelakovic G, Nikolova D, Gluud LL, et al. Antioxidant supplements for prevention of mortality in healthy participants and patients with various diseases. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2012;3:CD007176. doi:10.1002/14651858.CD007176.pub2
  28. Klein EA, Thompson IM, Tangen CM, et al. Vitamin E and the risk of prostate cancer (SELECT). JAMA. 2011;306(14):1549–1556. doi:10.1001/jama.2011.1437
  29. Stranges S, Marshall JR, Natarajan R, et al. Effects of long-term selenium supplementation on the incidence of type 2 diabetes. Annals of Internal Medicine. 2007;147(4):217–223. doi:10.7326/0003-4819-147-4-200708210-00175
  30. Manson JE, Cook NR, Lee I-M, et al. Marine n−3 fatty acids and prevention of cardiovascular disease and cancer. New England Journal of Medicine. 2019;380(1):23–32. doi:10.1056/NEJMoa1811403
  31. Nicholls SJ, Lincoff AM, Garcia M, et al. Effect of high-dose omega-3 fatty acids vs corn oil on major adverse cardiovascular events (STRENGTH). JAMA. 2020;324(22):2268–2280. doi:10.1001/jama.2020.22258
  32. Bhatt DL, Steg PG, Miller M, et al. Cardiovascular risk reduction with icosapent ethyl for hypertriglyceridemia (REDUCE-IT). New England Journal of Medicine. 2019;380(1):11–22. doi:10.1056/NEJMoa1812792
  33. Gencer B, Djousse L, Al-Ramady OT, et al. Effect of long-term marine ɷ-3 fatty acids supplementation on the risk of atrial fibrillation. Circulation. 2021;144(25):1981–1990. doi:10.1161/CIRCULATIONAHA.121.055654
  34. Loftfield E, O'Connell CP, Abnet CC, et al. Multivitamin use and mortality risk in 3 prospective US cohorts. JAMA Network Open. 2024;7(6):e2418729. doi:10.1001/jamanetworkopen.2024.18729
  35. US Preventive Services Task Force. Vitamin, mineral, and multivitamin supplementation to prevent cardiovascular disease and cancer. JAMA. 2022;327(23):2326–2333. doi:10.1001/jama.2022.8970
  36. EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens. Scientific opinion on the tolerable upper intake level for vitamin B6. EFSA Journal. 2023;21(5):e08006. doi:10.2903/j.efsa.2023.8006
  37. EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens. Scientific opinion on the tolerable upper intake level for selenium. EFSA Journal. 2023;21(1):e07704. doi:10.2903/j.efsa.2023.7704
Sustainable Med · Berlin

Ersttermin bei Sustainable Med

60 Minuten für Beschwerden, Vorbefunde und die nächsten medizinischen Schritte.

Ersttermin buchen